Eine Lebensgeschichte, die Mut machen soll.

 

 

      ALL YOU NEED IS

     THE TRUE LOVE

 

 

Nach Aussen glücklich und gesund aufgewachsen, doch die Wahrheit über ihr Leben sah anders aus.

Als kleines Mädchen vom Grossvater missbraucht, mit 15 Jahren durch einen Mitschüler vergewaltigt, von Selbstanklage und Schamgefühlen gequält, versuchte sie mit Beziehungen, Alkohol und Drogen ihre Seele zu beruhigen – bis ihr Gott begegnete und sie die Wahrheit über sich selbst erfuhr.

 

„Als ich meine innere Not ans Licht gebracht habe, bekam mein Leben eine Wende. Das Unmögliche geschah...... Ich bekam eine neue Identität und wollte weiter leben....

 

Dieses und vieles mehr, erzählt die authentische Lebensgeschichte von Aenea (alle Namen im Buch, sind zum Schutz der Betroffenen geändert).

 

Es gibt Hoffnung für Hoffnungslose und Licht für Herzen, die im Dunkeln sind!

Dieses Buch soll Mut machen.

 

Ein Buch, das nicht "nur" für Frauen geschrieben wurde.............. Was ich in meiner Vergangenheit nicht aufgearbeitet habe, begleitet und leitet mich auch in meinem weiteren Leben.............

 

......... Unser Leben könnte man wie eine Beziehungsreise zum Schöpfer aller Dinge sehen. 

Wenn wir es zulassen, heilt Gott unser Innerstes und das, was tief in uns vergraben liegt. Das tut meist weh, doch genau diese Dinge müssen ans Licht kommen, damit wir frei werden und weitergehen können.

Mit Gott an deiner Seite bleibst du nicht auf der Stelle stehen. Du wirst mehr und mehr zu der Person werden, zu der du berufen bist. ER hat für dich und jeden Menschen einen guten Plan vorbereitet. ER lässt uns die Freiheit, zu entscheiden, ob wir diesen Weg gehen wollen oder nicht. Wenn wir eine Beziehung mit Gott haben, dient uns alles, was uns begegnet, zum Besten – auch wenn es teilweise nicht gleich danach aussieht. 

 

In einem Poesiealbum habe ich ein wunderschönes und so treffendes Zitat entdeckt:

 

   „Wir können unserem Leben nicht mehr Zeit geben, aber wir können unserer Zeit mehr Leben geben.“

 

........ Als ältestes von zwei Kindern kam ich 1965 in Ägeri auf die Welt. Ich war klein, hungrig und wohl auch recht laut, wie mir meine Mutter zu berichten weiss. Zusammen mit meiner Schwester und dem jüngsten Bruder meiner Mutter wuchs ich wohlbehütet bei meinen fürsorglichen Eltern auf. Meine ersten sechs Jahre verbrachte ich am schönen Ägerisee wo wir in einem stationären Wohnwagen mit Holz-anbau lebten. Mein Vater war damals Wohnwagenhändler und dies war für meine Familie, die zu dieser Zeit nicht besonders wohlhabend war, die günstigste Variante zum Wohnen. In dem verträumten Garten hinter unserem Zuhause gab es einen kleinen Weiher, in dem immer wieder frische Forellen und andere leckere Fische schwammen, die uns mein Onkel im nahen See gefangen hatte. Dort warteten sie nur darauf, in unserer Pfanne zu landen. Dieser Garten mit dem Weiher war mein liebster Spielplatz. Damit die Fische in der Zwischenzeit keine Langeweile bekamen, nahm ich mir viel Zeit, um ihnen Gesellschaft zu leisten, was für uns alle eine grosse Abwechslung war. Auch ein wilder Kater gehörte zu uns. Er hiess Peterli und kümmerte sich ebenfalls rührend um unsere Fische. Seine Liebe war so tiefgründig, dass wir dann und wann die Fische ausserhalb des Teiches antrafen, wo sie völlig aus der Haut gefahren waren. 

 

.......... Meine Schwester und ich bekamen ein bescheidenes Taschengeld, und so war ich offen für alle Möglichkeiten, um etwas Geld zu bekommen. Meine grösste Einnahme waren zwei Franken. Wenn ich mich recht erinnere, bekam ich zu diesem Zeitpunkt zwanzig Rappen Taschengeld pro Woche. Zwei Franken waren für mich also sehr viel Geld! Um mir diesen "Zweifränkler" zu verdienen, sollte ich vor den Augen der Oberstufenschüler einen grossen Regenwurm essen, was ich in Anbetracht des Geldes dann auch tat. Es war, als ob man etwas Sand in den Mund nehmen würde, und dazwischen war ein zartes Irgendwas. Das war eine legale Art, um Geld zu verdienen. Bald hatte ich aber auch noch einen illegalen Weg entdeckt, über den ich mich noch heute schäme. Mein Vater hat viele Silbermünzen gesammelt. Vom Zehnrappenstück bis hin zum „Foifliiber“ (Fünffrankenstück) waren alle alten Schweizer Münzen vertreten. Irgendwann begann ich, ab und zu ein kleines Münz-stück aus der Box zu stehlen, um mir etwas Süsses zu kaufen. Da es niemandem auffiel, tat ich es immer wieder. So entwendete ich schlussendlich einen grossen Geldbetrag und viele wertvolle Stücke, die ich meinem Vater nie mehr ersetzen konnte, weil die „Silbermünzen“ zu dieser Zeit nicht mehr hergestellt wurden. Irgendwann entdeckte mein Vater meinen Diebstahl und war darüber sehr enttäuscht. Erst da wurde mir bewusst, was ich eigentlich getan hatte und nun nicht mehr wieder gut machen konnte, was mich dann sehr traurig gemacht hatt, weil ich meinen Vater auf keinen Fall enttäuschen wollte. Da ich die Ältere war, bezog ich meine kleine Schwester gerne in meine Aktivitäten mit ein. So schnitten wir zu Beispiel kleine Blumensträusse in Mamas Garten und verkauften diese in etwas entfernten Häuserblocks mit den Worten: „Papa hat bald Geburtstag und wir möchten ihm was Schönes kaufen. Aber wir haben kein Geld dafür.“ Die Leute waren von dieser Geschichte meist sehr angetan und gaben uns oft mehr, als wir pro Strauss verlangten. Das verdiente Geld haben wir dann einfach verprasst. Jetzt beim Schreiben schüttle ich innerlich den Kopf und schäme ich mich für mein Verhalten, wie unverfroren ich war.

 

..... An der Oberstufen-schule gab es ein Mädchen, das ich für eine richtige Zicke hielt und das mich immer wieder tierisch nervte. Einmal auf dem Heimweg von der Schule lief sie vor uns und erzählte lauter dummes Zeug, bis mir der Kragen platzte und ich kurzentschlossen etwas Kuhmist von der Wiese nahm und ihr über ihre Brillengläser schmierte. Natürlich hat sie das sehr geärgert! Aber ich lachte nur und lief weiter.

Als ich zu Hause ankam, erwartete mich meine Mutter bereits. Sie hatte gerade einen heftigen Anruf der entrüsteten Mutter des besagten Mädchens bekommen. Aber meine Mutter war in solchen Dingen sehr cool. Anstatt mit mir zu schimpfen, fragte sie mich nach dem genauen Hergang und meinte anschliessend: „Dann habt ihr das Problem also auf eure Art gelöst.“ 

 

....... Doch im Sommer 1979, als ich in der siebten Klasse war, kam mein „Durchbruch“. Ein Mitschüler aus einer höheren Klasse lud mich ein, am Mittwochnachmittag zusammen mit ihm und seinen Freunden zum See zu gehen und mit ihnen Zeit zu verbringen. Er bat mich, mich sexy anzuziehen und lächelte mich dabei mit einem Augenzwinkern an. Ich war begeistert. Ich, das Mauerblümchen, wurde von einem der heissesten Typen an der Schule eingeladen! Zu Hause durchwühlte ich meinen Kleiderschrank nach etwas Geeignetem und fand schliesslich Hotpants und ein schulterfreies Crêpe-T-Shirt. Ich musterte mich eingehend im Spiegel und fand, dass ich unwiderstehlich aussah. Voller Vorfreude lief ich dann ins nächste Dorf, um am abgemachten Ort meinen Angebeteten zu treffen. Ich war schrecklich aufgeregt. Die Jungen sassen bereits gemütlich im Gras etwas abseits vom Bade Getümmel. Ich durfte mich zu ihnen setzen. Doch was dann geschah, entsprach gar nicht dem Wunsch meiner Träume. Der junge Mann begann sehr forsch vor allen anderen, an mir herumzufummeln, was mir sehr unangenehm war. Aber ich wollte ihn nicht abweisen, da ich ja seine Aufmerksamkeit gern haben wollte. Er forderte mich auf, nun auch ihn für meine Begriffe unanständig zu berühren, was ich nur sehr widerwillig tat. Nach vielleicht fünf Minuten bat er einen seiner Freunde um ein Kondom, weil er keines dabei hatte. Jetzt bekam ich es mit der Angst zu tun und mir wurde klar, dass er nur ein Ziel hatte. Und dies wollte er gleich hier umsetzen. Bevor ich mich recht versah, fasste er mich bei der Hand, zog mich auf die Füsse und lief mit mir hinter ein nahes Gebüsch. Dort fackelte er nicht lange herum und ging schnell aufs Ganze. Ich lag im Gras, hatte grosse Angst und schämte mich, weil hinter dem Gebüsch Badegäste waren, die ohne weitere Umstände zusehen konnten. Es tat furchtbar weh und ich hätte gern geschrien und mich gewehrt, aber aus unerklärlichen Gründen lag ich stattdessen wie erstarrt am Boden und hoffte, dass die Qual bald ein Ende nehmen würde. Als er fertig war, stand er auf, lächelte mich kurz an und lief ohne ein weiteres Wort zu seinen Freunden zurück. Ich blieb noch einen Moment hinter dem Gebüsch zusammengekauert liegen. Zitternd begann ich dann meine Kleider wieder anzuziehen. Ich blutete und hatte nach wie vor starke Schmerzen. Ohne mich umzublicken, verliess ich den Platz und lief, so schnell ich konnte, nach Hause zurück. Auf dem Heimweg klagte ich mich ständig für meine ungeheuerliche Tat an. Nach diesem Erlebnis nahm eine tiefe Ablehnung gegen mich selbst mehr und mehr Raum in meinem Herzen ein. Ich war überzeugt, dass ich an allem selbst schuld war. Ich hatte diese furchtbare Situation mit meinem ungezogenen Verhalten heraufbeschworen. Aus meiner Sicht war das ganz klar keine Vergewaltigung gewesen, weil ich von meiner Mam gelernt hatte, dass Mädchen, die vergewaltigt werden, anschliessend immer umgebracht werden – ich hingegen lebte ja noch. Ich sprach mit niemandem über das Erlebte. Zu sehr hätte ich mich geschämt. Das Verhältnis zu meinen fürsorglichen Eltern begann zu bröckeln, weil ich mich mehr und mehr aus Schuldgefühlen vor ihnen zurückzog. Das führte zu grossen Spannungen, weil sie mein Verhalten nicht verstehen konnten. Sie hatten mich doch so sehr geliebt und alles für mich getan, damit es mir gut ging.

Als ich diese Situation viele Jahre später meiner Psychologin erzählte und ihr gestand, dass ich mich für alles anklagte, weil ich mich nicht gewehrt hatte, gab sie mir eine simple Erklärung für mein Verhalten: „Ihr Verhalten ist für ein von klein auf missbrauchtes Kind ganz normal. Es hatte früher nichts genützt, sich zu wehren, somit würde es wohl auch heute nichts bringen.“ Diese Antwort befreite mich endlich von meiner Selbstanklage, die mich jahrelang belastet hatte. 

 

..... Gemeinsam kifften wir und genossen die entspannte Stimmung. Es gab vieles zu erzählen. Irgendwann haben wir uns dann geküsst und schliesslich blieb er über Nacht bei mir. Einen Monat später hatte ich das Gefühl, schwanger zu sein. Ich kaufte mir einen Test und machte ihn am Sonntag morgen, kurz bevor ich zur Arbeit musste. Der Schock war perfekt: Ich war tatsächlich schwanger. Oh nein, das durfte doch nicht wahr sein! Trotzdem war es für mich keine Frage: Ich würde dieses Kind behalten und so gut ich konnte für es da sein. Denn Abtreibung war für mich kein Thema. Das Kind kann ja nichts dafür, dass ich mit dem Leben, und dem Umstand un geplant Mutter zu werden, umgehen konnte.

 

.....So schön es war, Mutter zu sein, so schwierig war es aber auch. Da ich durch den Wegzug aus meiner gewohnten Umgebung keine einzige Freundin mehr hatte und wir sehr knapp bei Kasse waren, konnte ich auch nicht meine Freundinnen besuchen. So sass ich oft alleine zu Hause. Und vermisste gute Gemeinschaft. Max‘ Interesse an uns war sehr von seiner momentanen Laune abhängig. Da er bis zu diesem Zeitpunkt nicht damit aufgehört hatte, Haschisch zu rauchen, war er an den Wochenenden lieber mit seinen kiffenden Freunden zusammen, als mit Elias und mir. Da ich zu diesem Zeitpunkt dem Kind zu liebe, weder rauchte noch trank, musste Max dies ausser Haus tun oder sich mit seinem besten Freund in ein Zimmer zurückziehen, damit wir den Rauch nicht einatmen mussten. Ob Max nun zu Hause war oder nicht – Elias und ich waren oft allein. 

 

.....Wir lebten schon über vier Monate in unserem neuen Zuhause, als ich wie an vielen Abenden wieder einmal allein zu Hause war und zugedröhnt in der Küche sass. Da hörte ich, dass mein Sohn aufgewacht war und nun weinend nach mir rief. In meinem bekifften Zustand hatte ich keine Ahnung, was ich tun sollte. Ich betrat sein Zimmer und stand hilflos am Bettchen meines sieben Monate jungen Kindes und sah in seine nach Hilfe suchenden Augen. Als er begriff, dass ich ihm in meinem Zustand nicht helfen konnte, legte er sich wieder hin, zog seine Decke hoch und schloss seine Augen. Ich verstand, dass er mich nun nicht mehr brauchte. Traurig verliess ich sein Zimmer, ging in die Küche zurück und begann in meiner Verzweiflung zu weinen. Dann fasste ich einen Entschluss. Ich warf all den Shit, den wir noch hatten, in den Mülleimer. Ich war nun Mutter und hatte trotz aller Umstände die Verantwortung für mein Kind. Ihm zuliebe wollte ich versuchen, eine gute und zurechnungsfähige Mutter zu sein. Dadurch, dass ich mich nun nicht mehr betäuben konnte, kam die ganze Enttäuschung und Frustration über meine Ehe ungebremst zu Vorschein. Ich begann bei der kleinsten Stresssituation hysterisch herumzuschreien, weil ich immer wieder die Nerven verlor. Natürlich tat ich dies nicht vor meinem Mann, weil der mich sonst wieder als verrückt abgestempelt hätte. In meiner Not wandte ich mich nach ein paar Wochen an meinen Hausarzt. Dieser hatte schon seit längerem Bedenken über meine seelische Verfassung geäussert. Nun begann ich ihm zu erzählen, was bei mir zu Hause vor sich ging. Die unzähligen Gespräche brachten nicht die erhoffte Veränderung, aber es tat mir gut, dass ich endlich jemanden hatte, mit dem ich reden konnte, der mich ernst nahm und der sogar zu mir stand.

 

.... Eine meiner grössten Ängste in jeder Schwangerschaft war, dass ich ein behindertes Kind zur Welt bringen würde. Durch meine Arbeit mit behinderten Kindern wusste ich, dass ich es nicht verkraften würde, jeden Tag mit ansehen zu müssen, dass mein Kind leiden muss. Nachdem ich nun drei gesunde Kinder hatte, wollte ich kein Risiko einer weiteren Schwangerschaft eingehen......Doch alle meine Argumente stiessen bei Max auf taube Ohren. Ich war traurig und fühlte mich nicht ernst genommen.

 

......... Im darauffolgenden Sommer hatte ich den Eindruck, dass Gott jeden Tag eine zusätzliche Zeit der Gemeinschaft mit mir verbringen wollte. So reservierte ich mir den Morgenkaffee, den ich für gewöhnlich mit ein paar Nachbarsfrauen einnahm, nur noch für Gott und mich. Das sah dann in etwa so aus: Ich braute mir eine grosse Tasse Kaffee, setzte mich an den Küchentisch und begann, mit Gott über die Dinge zu reden, die mich gerade beschäftigten. Es war eigentlich genau so, wie man es machen würde, wenn man mit der besten Freundin am Tisch sitzen würde. Eines Morgens fragte ich Gott, warum ich immer so weinerlich werde, wenn ich von einer Situation lese oder höre, in der eine Frau oder ein Kind sexuell missbraucht worden ist. Als ich Ihm das so schilderte, sah ich plötzlich wie in einem Film vor mir, wie mich mein Grossvater für seine Selbstbefriedigung benutzte. In einem zweiten Film sah ich mich, wie ich in der Badeanstalt meines Nachbardorfes hinter der Hecke im Gras lag und von meinem Schulkollegen vergewaltigt wurde. Diese Bilder schockierten mich zutiefst und ich begann zu weinen. Dann betete ich: „Vater, bitte lass mich sterben! Alle Frauen, die so etwas miterlebt haben, sind doch tief geschädigt und meist unfähig, ein normales Leben zu führen.“ Aber Gott machte mir einen Gegenvorschlag: „Gibst du mir die Chance, dich zu heilen?“ „Oh, Vater, ich finde, das ist keine gute Idee“, antwortete ich. „Das klingt eher wie ein schlechter Witz!“ Doch was blieb mir anderes übrig, als einzuwilligen? So übergab ich Gott in diesem Moment ganz neu mein Leben, damit Er mich von meinen tiefen Wunden heilen konnte. Etwas später erzählte ich meinem Mann von dieser Offenbarung über meine Vergangenheit. Seine Reaktion war jedoch leider ganz und gar nicht so, wie ich es erwartet hatte. Er sagte nur: „Ich kann dir nicht helfen. Du brauchst professionelle Hilfe, sonst kommt das nicht gut.“ Im Nachhinein glaube ich, dass Max einfach nicht wusste, wie er damit umgehen sollte.

 

.... Als ich eines Morgens bei Gott sass, kam mir der Gedanke: „Er wird mir Hilfe senden. Alles dient mir zum Besten, auch wenn es nicht so kommt, wie ich es mir erhofft habe. Er wird mit mir sein und meine Kraft, wenn nötig, mehren. Ja, was immer ich benötigen werde, wird Er mir geben.“ Mir war zwischen Weinen und Lachen zumute und ich schämte mich, dass ich schon bei so „kleinen“ Herausforderungen so verzweifelt war. Ja, ich wollte lernen, Gott in allen Dingen zu vertrauen. Mitte September hatte ich immer noch keine Wohnung. Wieder war ich sehr verzweifelt und verstand überhaupt nicht, warum Gott das tat, hatte ich Ihn doch gebeten, mir auf keinen Fall eine Zwischenlösung zu geben. Mehrere meiner Freunde hatten mir im Vorfeld angeboten, dass ich bei ihnen vorübergehend wohnen könnte, bis ich etwas Geeignetes gefunden hätte. Das wollte ich eigentlich gar nicht annehmen. Acht Tage bevor ich ausziehen musste, bis dahin hatte ich immer noch die Hoffnung Gott würde ein Wunder tun. Bat ich Gott, mir zu zeigen, für wen ich mich denn entscheiden sollte. Am meisten Frieden empfand ich bei dem Gedanken, zu den Pastoren meiner neuen Gemeinde im Zürcher Oberland zu ziehen. Also fragte ich bei ihnen nach, ob ich ihr Angebot in Anspruch nehmen dürfe, für eine Weile ihr Gästezimmer zu beschlagnahmen. Sie freuten sich über meine Entscheidung und hiessen mich herzlich willkommen. Nun musste ich noch einen Raum finden, in dem ich alle meine Sachen einstellen konnte. Ich betete zu Gott, dass mein Ex-Mann mir unseren Bastelraum gratis zu Verfügung stellen würde. Dann fragte ich Max und er sagte mir zu. Ich staunte. Ich hatte nicht wirklich daran geglaubt, dass er tatsächlich einwilligen würde. Umso mehr war ich über Gottes Vorsorge dankbar....................

 

......... Das Buch ist noch in Arbeit, sobald es erhältlich ist, werde ich es auf meiner Homepage bekannt geben.